Es lebte einmal in einem kleinen, grünen Dorf 🎵 ein Esel 🎵. Viele lange Jahre hatte er sehr hart gearbeitet und geduldig schwere Getreidesäcke zur Mühle getragen. Aber die Zeit verging und der Esel wurde alt. Seine Beine waren nicht mehr so stark wie früher, und sein Rücken war müde von all der Arbeit. Als er merkte, dass sein Herr ihn nicht mehr mit einem freundlichen Lächeln ansah, dachte der Esel: „Oh je, es ist an der Zeit, die Dinge selbst in die Hufe zu nehmen!“ Ohne auch nur eine Minute länger zu warten, packte er seine Sachen 🎵 und machte sich leichten Hufes auf den Weg 🎵 in die große Stadt Bremen. Er dachte sich, da er doch eine so laute, schöne Stimme hatte, könnte er ganz leicht ein echter Stadtmusikant werden!

Nachdem er ein gutes Stück gelaufen war, entdeckte er einen Jagdhund, der am Wegrand lag. Der Hund hechelte schwer 🎵, als wäre er einmal um die ganze Welt gerannt.

„Warum hechelst du denn so laut, mein lieber Hundefreund?“, fragte der Esel neugierig.

„Ach, mein Lieber“, seufzte der Hund traurig. „Ich bin jetzt alt und habe nicht mehr die Kraft, bei der Jagd hinter den Tieren herzurennen. Mein Herr hat beschlossen, dass er mich nicht mehr braucht, also musste ich weglaufen. Wie soll ich mir jetzt nur mein Futter verdienen?“

Der Esel lächelte warmherzig und sagte:

„Weißt du was? Ich gehe gerade nach Bremen, um eine Band zu gründen und ein berühmter Musiker zu werden! Komm doch mit mir. Ich werde die Laute spielen und du kannst den Takt auf der Trommel schlagen. Was sagst du dazu?“

Der Hund wedelte fröhlich mit dem Schwanz 🎵, machte einen Freudensprung und von da an reisten sie zusammen. Klipp, klapp, klipp, klapp machten die Hufe des Esels 🎵; tapp, tapp, tapp, tapp machten die Pfoten des Hundes!

Eine kleine Weile später sahen unsere Reisenden einen Kater, der auf einem Zaun saß 🎵. Oh, was für ein unglückliches Gesicht er machte! Seine Schnurrhaare hingen herab und eine dicke Träne kullerte aus seinem Auge.

„Was ist denn mit dir passiert, alter Schnauzbart?“, rief der Esel.

„Oh, ich Armer 🎵!“, miaute der Kater. „Meine Zähne sind nicht mehr so spitz wie früher und meine Pfoten sind nicht mehr so schnell. Anstatt Mäuse zu jagen, möchte ich mich lieber am Feuer wärmen und schnurren. Meine Herrin wollte mich loswerden, also bin ich so schnell gerannt, wie mich meine Beine tragen konnten. Was soll ich denn jetzt nur tun?“

„Mach dir keine Sorgen!“, rief der Esel fröhlich. „Du hast ein wunderbares Gehör für Musik und weißt alles über den nächtlichen Katzengesang! Komm mit uns nach Bremen, du kannst unser Sänger sein!“

Der Kater schnurrte vor Freude 🎵, schüttelte sein Fell und schloss sich der lustigen Musikantentruppe an.